Dienstag, 6. Dezember 2016

POST NR° 68 Hintertürchen Nummer 1

Wie einige von Euch ja sicherlich wissen ist unsere Conny ein richtiges Schreibtalent.
In ihrem verlosten Weihnachtstagebuch ist die Geschichte an bestimmten Tagen mit eingebunden.

Natürlich wollen wir Euch die Geschichte auch zum lesen geben. Daher heute unser Adventskalender Hintertürchen Nummer 1


Schick in Strick - Der kleine Eisbär Erik...

Einen wunderschönen Nikolaustag wünsche ich euch...

Seit einiger Zeit haben wir im Steckenpferdchenshop die Stempelserie "Schick in Strick" - mit knuddeligen und wie ich immer zu sagen pflege "Pullovertierchen". Die haben mich so gereizt mal wieder ein paar Geschichten dazu zu schreiben, und hier ist für euch zum Nikolaus - die Erste davon - über den kleinen Eisbären Erik
Der kleine Eisbär Erik
Es war einmal ein eiskalter Tag tief in der Arktis. Vom knallblauen Himmel schien herrlich die Sonne und der frisch gefallene Schnee, der auf dem Eis lag, glitzerte in der Sonne.
Plötzlich kam Bewegung in den Schnee – erst sanft – dann immer fester bewegte er sich – bis sich plötzlich der große Kopf einer  Eisbärin durch den Schnee schob und die Witterung aufnahm. Als sie sah, dass die Luft rein war – rutschte sie langsam zurück und dann… kam das erste ihrer beiden Jungen ans Tageslicht – zum ersten Mal tapsten sie in den watteweichen Schnee und konnten so gar nicht glauben, was sie da zu sehen bekamen.
Schnell hatten sie sich an die herrliche Winterwelt gewöhnt und tollten ausgelassen durch den Schnee – sorgsam von ihrer Mutter beobachtet. Mit der Zeit verzog sich die Sonne und es wurde grau und neuer Schnee fiel vom Himmel…
Bbbbbbbbbibbbbber machte der kleine Eisbär Erik und zitterte was das Zeug hielt. Fassungslos schaute ihn seine Mutter an und fragte was er da mache. Iiiiiiich weieieiss nicht – aber es fühlt sich nicht guuuuuuut an… Maaaaammmma kkkkaaann iiiich biiiiitte in dddddie Höhöhöhle… Die Eisbärin die Ragna hieß wusste sich keinen Rat, so was hatte sie – obwohl sie schon viele Jungen geboren hatte – noch nie erlebt. Was hatte ihr Kind nur? Das 2. Baby – ein Mädchen verhielt sich ganz normal nur Erik benahm sich so seltsam.
In der Wurfhöhle angekommen legte sie sich auf die Seite und die beiden Jungen kuschelten sich an ihre Mutter um zu trinken – in der warmen und weichen Umgebung verhielt sich auch Erik wieder ganz normal – so dass die Eisbärin an einen bösen Spuk glaubte.
Aber am nächsten Tag wiederholte sich das Spiel von neuem – so lange die Sonne wärmend vom Himmel schien – hatte ihr Sohn einen Riesenspaß – doch sobald es kälter und ungemütlicher wurde – bekam er wieder seine komischen Anwandlungen. Das passierte nun einige Tage hintereinander und dem kleinen Eisbären ging es immer schlechter. Mutter Eisbär dachte an ihre Menschenfreundin Anna – die eine Eskimofrau war und als weise und klug galt. Diese fing lauthals an zu lachen als sie erfuhr – warum die Eisbärin ihren Rat brauchte:
„Ragna –  das ist doch ganz einfach: Dein Sohn friert!“ Ganz schlimm sogar – schau mal unter sein Fell – da hat er eine richtige Gänsehaut!“ „Hä“ machte Ragna – „der friert?“ Ein Eisbär friert doch nicht – der hat ein dichtes dickes warmes Fell – ihr Eskimos jagt uns doch sogar – damit wir euch unser Fell abgeben und ihr es euch umhängen könnt!“ – Anna lachte leise vor sich hin und erklärte Ragna, dass es auch bei Eisbären mal so ab und zu - wenn auch sehr selten –durchaus vorkommen kann!
„Was mach ich denn bloß mit ihm? Der arme Junge – ich kann ihn doch nicht immer unter meinen Pelz nehmen! So wird ja nie was aus ihm! Stell dir mal vor – der lernt ein Mädchen kennen und hängt bei Mama unter dem Bauch!“ Ragna war fassungslos während sich Anna vor Begeisterung auf die Schenkel klopfte doch dann kam ihr eine Idee: „Weißt du was Ragna – ich habe ganz viele Wollreste – daraus könnte ich ihm einen Pullover stricken – der hält warm und es wird ihm gleich besser gehen.
„Hm“ meinte Ragna – „wenn du meinst“. „Tja“ murmelte Anna – die weißen sind aber alle weg – die hab ich für die Hochzeit von Lale mit Ole gebraucht – ich hab nur noch ganz bunte!“ „Egal“ rief Ragna Hauptsache mein Sohn friert nicht!“ Schnell setzte sich Anna hin und strickte was das Zeug hielt – und strickte und strickte bis der Pullover fertig war! Bunt und kuschelig – warm und herrlich wurde er dem Jungen angezogen – der sich so freute – sofort wurde es warm und er musste nicht mehr frieren. Vor Begeisterung schlug er Purzelbäume. Ragna allerdings wurde ganz neidisch und wollte unbedingt ebenfalls einen Pullover haben – sie war außer sich vor Freude, nicht mehr nur weiß um sich herum sehen zu müssen. Nach einer weiteren Nachtschicht war auch ihr Pullover fertig und mit einem dicken Fisch, den Ragna aus einem Eisloch geangelt hatte und einem vorsichtigen Tatzenschlag verabschiedeten sich die drei – Die Schwester von Erik hatte dankend auf einen Pullover verzichtet – sie wolle mit ihrem schönen Fell und ihren Augen und ihrer Figur überzeugen – sie wäre schließlich ein Eisbär!
Mama und Sohn allerdings waren begeistert von ihren neuen Pullovern. Allerdings gab es ein Problem: Nichts ging mehr mit Anschleichen – verschmelzen im Schnee – unerkannt ran robben…  Die Tiere sahen die beiden mit ihren bunten Teilen von weitem und rasten in alle Richtungen davon. Einzig und allein das Fischen in Eislöchern ging noch – da war der bunte Pullover sogar von Vorteil – er schimmerte durch das Eis und die Fische schauten neugierig nach oben und zack… zappelten sie an den Tatzen!
Der kleine Eisbär war schon ganz schön groß geworden als er zu seiner Mutter eines Tages sagte: „Sag mal Mama was meinst du – ob es wohl noch anderswo Tiere gibt wie mich – die frieren und die einen Pullover tragen müssen? Ich würde das ja mal zu gerne wissen.“ Mama Ragna tätschelte ihrem Sohn zärtlich den Kopf – wie groß er schon geworden war – es war an der Zeit ihn ziehen zu lassen! Also nahm sie ihn zärtlich zwischen ihre Vordertatzen umarmte ihn und meinte: „Mein lieber Junge – du bist nun so weit – allein durch das Eis zu ziehen – mach dich auf den Weg und vielleicht findest du ja noch ein paar Tiere, die frieren und die du nicht sofort aufessen musst… und die auch einen Pullover tragen – wäre doch bestimmt lustig!
„Mama das ist eine so tolle Idee von dir – das mache ich“ rief der kleine Eisbär begeistert – bekam von seiner Mama noch ein paar Fische eingepackt – gab seiner Schwester einen Klaps auf den runden Po und drückte seine Mama – so zog er davon in die weite weite Welt…   
Ob er jemanden gefunden hat wollt Ihr wissen? Aber aber… das ist doch eine neue Geschichte… schaut am 3. Advent vorbei - dann gehts weiter...
Erdacht und aufgeschrieben von Cornelia Löffler
(copyright bei mir und Steckenpferdchen)


Viel Spaß beim lesen
Weihnachtliche Grüße
Uschi

Kommentare:

  1. So wunderschön...
    Liebe Grüße
    Bianca

    AntwortenLöschen
  2. Eine schöne Geschichte. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
    Liebe Grüße
    Susanne

    AntwortenLöschen
  3. Eine soooo schöne Geschichte... bin schon ganz gespannt auf den dritten Advent... hibbel...
    Viele Grüße
    Gabi

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für Euren lieben Kommentar - Ich freue mich über jeden einzelnen sehr. Leider musste ich wieder sie Sicherheitsabfrage einschalten, da z.Z. die Spameinträge wieder so überhand nehmen. :-((