Samstag, 24. Dezember 2016

POST NR° 90 Türchen 24

Jetzt hätte ich doch fast vergessen das letzte Türchen zu öffnen. Dabei gibt es heute einiges zu erzählen. Das letzte Türchen wird heute hier für dich aufgemacht.


Dann möchte ich mich bei Euch bedanken, dass ihr immer wieder bei unserem Adventskalender vorbei geschaut habt. Auch die vielen lieben Kommentare haben uns sehr gefreut.
Herausgestochen sind dabei Gabi, Bianca und Nicole G.  Ganz herzlichen Dank dafür. Schreibt mir doch bitte Eure Adresse per Mail, dass ich Euch eine kleine Belohnung schicken kann. (Bianca deine Adresse habe ich, du musst sie mir natürlich nicht schicken :-)))

und als Teil drei möchte ich dir noch Connys Geschichte ans Herz legen. Wenn du es jetzt nicht gleich schaffst, komm doch nochmal vorbei und nimm dir Zeit sie zu lesen, So schön kann ich nur sagen.

Ein königliches Reh

Ein königliches Reh...                                                                                                                     
Die kleine Prinzessin Lina-Marie hüpfte aufgeregt auf einem Bein hin und her – so sehr freute sie sich – mit ihrem Vater, dem König in den Wald zu gehen und die Tiere beobachten zu können.
Sie  verließen den großen weiten Schlosspark durch die hintere Gartenpforte nachdem die Schlosswache das schon ziemlich rostige Schloss geöffnet hatte und waren so schnell im angrenzenden Wald. Das kleine Plappermäulchen stand nicht still so dass der Papa warnend meinte: „Pst… du must leise sein, sonst hören uns die Tiere und verstecken sich, dann kannst du lange warten – bis du sie zu sehen bekommst. Sie sind sehr scheu und haben Angst vor uns Menschen – denn nicht alle wollen sie nur sehen – einige jagen und töten sie auch…“
Er hatte kaum ausgesprochen, als die kleine Prinzessin  vor Schreck einen lauten Schrei ausstieß und auch fürchterlich anfing zu weinen … Vor ihnen im Dickicht lag ein totes Reh und dicht daneben an die tote Mutter geschmiegt ein noch sehr kleines Rehkitz. „Diese verfluchten Wilderer“ schimpfte der König und wollte seine Tochter von dem toten Tier wegziehen, doch diese wehrte sich und bat ihren Vater unter Tränen das Rehkitz mitnehmen zu dürfen. „Schau mal Lina-Marie, das Rehkitz ist viel zu klein und schwach – das wird niemals ohne seine Mutter überleben!“ „Bitte Papa – ich werde mich selbst drum kümmern – ich habe doch Ferien und kann
das gut machen!“ Seiner Tochter hatte der König noch nie etwas abschlagen können und so eilte er zurück zum Schloss um einen Angestellten zu holen, der das Kitz auf einem Wagen transportierte, es war so schwach, dass Lina Angst hatte es nicht mehr zu schaffen.
Sie eilte voraus und holte aus der Schlossküche die dort immer vorrätige Aufzuchtmilch für die Jagdhunde und ließ sich von der Köchin eine Flasche fertig machen. Die Männer hatten das kleine Rehkitz mittlerweile auf weiches Stroh im Pferdestall gebettet und Lina versuchte den Sauger in das kleine Schnäuzchen zu schieben. Mit letzter Kraft schlug das Kitz die  Augen auf und schnappte sich den Sauger. Gierig trank es fast die ganze Flasche leer um dann erschöpft einzuschlafen.
Lina blieb neben dem Reh sitzen und flüsterte ihm leise ins Ohr: „Du musst keine Angst mehr haben – ich werde auf dich aufpassen – endlich habe ich immer jemanden zum Spielen  und weißt du was – ich werde dich Margot nennen.“ Liebevoll nahm sie das kleine Reh in den Arm und legte sich ebenfalls hin. Nach einiger Zeit war es wieder an der Zeit – die nächste Flasche zu geben – das wiederholte sich nun mehrfach in den nächsten Stunden, Tagen, Wochen und aus dem kleinen ängstlichen fast verhungerten Kitz wurde ein starkes wunderschönes junges Reh.
Margot fraß nun schon von alleine – frisches grünes Gras, Wurzeln, Obst, Gemüse  und ab und zu auch Körner. Jeden Morgen begleitete sie ihre Freundin Lina bis zum Schlossausgang und wenn Lina Mittags aus der Schule kam wartete sie schon auf sie. Die beiden waren unzertrennlich und wirklich richtig dicke Freunde geworden.
Lina-Marie hatte im August Geburtstag und dieser Tag näherte sich mit Riesenschritten. Da Margot das Reh nun auch schon fast ein Jahr bei ihnen war – wollte die kleine Prinzessin, dass auch Margot Geburtstag hätte. Und was gehört zum Geburtstag dazu? Geschenke! Was aber um alles in der Welt schenkt man einem Reh? Grübelnd lief Lina durch die Gänge des königlichen Pferdestalls und sah, wie die Reitknechte die wunderschönen Tiere nach dem Ausritt trocken rieben und ihnen prachtvoll bestickte Pferdedecken überwarfen um  sie vor Erkältungen zu schützen.
„Genau! Das ist es“ – jubelte die Prinzessin und lief so schnell sie konnte zu Ihrer Großmutter. Diese sass in ihrem Schlosszimmer und las ein Buch. „Oma, Oma – weißt du schon was du mir zum Geburtstag schenken kannst?“ „Ja eigentlich mein Kind weiß ich das – aber wenn du so fragst – hast du bestimmt einen ganz besonderen Wunsch!“ „Aller-, aller- allerliebste Omama – du kannst doch so schön stricken – würdest du mir einen richtig schönen bunten Pullover stricken – in allen möglichen Farben… und ach Oma bitte bitte genau dazu passend eine Schutzdecke für meine Margot?“
Die Oma der kleinen Prinzessin versprach sich das Ganze zu überlegen und machte sich umgehend – als Lina wieder fort war – an die Arbeit, sie holte  alle Garnvorräte aus dem Schrank, blätterte in ihren Handarbeitszeitungen und fand die Anleitung für einen schönen Norwegerpullover. Bereits nach wenigen Tagen war dieser fertig und passend in Muster und Farben folgte Teil 2 des Auftrages: Die Decke für Margot! Nun nur noch schön eingepackt und der Geburtstag konnte kommen.
Alle Bediensteten des Hofes standen Spalier als Lina-Marie mit der unvermeidlichen Margot im Schlepptau ihren Geburtstag feierte – Die Köchin hatte eine herrliche Torte gebacken, der Gärtner die schönsten Blumen dekoriert, die Eltern mit bunten Luftballons und vielen Päckchen einen tollen Geburtstagstisch gezaubert – aber für nichts hatte Lina Augen – nur für die beiden kleinen Pakete, die ihre Großmutter in den Händen hielt! „Herzlichen Glückwunsch mein kleiner Schatz, ich hoffe sie sind so geworden wie du sie  dir vorgestellt hast!“ Aufgeregt riss Lina das Papier entzwei und jubelnd hielt sie ihren Pullover und die passende Decke für Margot in die Höhe. „Allerliebste Omi, die sind ja noch viel schöner, als ich sie mir vorgestellt habe! Schau mal Margot – jetzt sind wir Zwillinge!“ Sowohl auf ihrem Pullover wie auch auf der Decke prangten eingestickteID_27962_orig_200x200 kleine goldene Kronen, die auf die königliche Herkunft hinwiesen.

Margot staunte nicht schlecht als Lina ihr die bunte Decke umlegte und machte einen Satz vorwärts. Doch die Decke saß wie eine eins und nun war aus einem kleinen verwaistenKitz ein königliches Reh geworden. Stolz drehte sich Margot um ihre Achse und rannte mit Bocksprüngen durch den Schlosspark bis sie zu den hohen Bäumen  am Ende des Gartens  kam… und ganz weit oben in einem der Bäume freute sich die Eule Alma mit ihrer bunten Pudelmütze, dass es Margot so gut ging….
Fortsetzung folgt... am 31.12.2016
Copyright by Cornelia Löffler und Steckenpferdchen
Halt Stopp ich bin immer noch nicht fertig.

Ein ganz Herzliches Dankeschön an mein Designteam, dass dazu beigetragen hat diesen Kalender zu gestalten. Sie haben sich wieder selber übertroffen finde ich und verdienen einen ganz großen Applaus.

Ich hoffe sie haben bis hier durchgehalten und es auch gelesen.

Ich wünsche allen ein wunderschönes
friedvolles Weihnachtsfest und ein
paar entspannte Weihnachtsfeiertage.
Fühlt Euch Umarmt
Uschi




Kommentare:

  1. Liebe Uschi,

    ich wünsche dir und deinen Lieben auch ein ruhiges Weihnachtsfest, genießt die freien Tage!

    Viele Grüße
    Gabi

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  2. Es war jeden Tag eine Freude ein Türchen zu öffnen..mit tollen Rezepten, Kreativideen und wunderschönen Geschichten...
    Ganz liebe Grüße aus der anderen Ecke Bayerns
    Bianca

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  3. Hallo Uschi,

    ich wünsche Dir und Deiner Familie ein schönes Weihnachtsfest.
    Danke für die vielen tollen Ideen aus Eurem Adventskalender.
    Das Mail ist unterwegs ;-)

    LG

    Nicole G.

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  4. Auch von mir frohe Weihnachten und herzlichen Dank für den Adventskalender.
    Liebe Grüße
    Susanne

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Vielen Dank für Euren lieben Kommentar - Ich freue mich über jeden einzelnen sehr. Leider musste ich wieder sie Sicherheitsabfrage einschalten, da z.Z. die Spameinträge wieder so überhand nehmen. :-((